Kubbturnierablauf

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Beispiel Terminplanung eines Kubbturniers

08:45 Uhr Feldaufbau, Organisationsaufbau (Turnierleitung, Sitzgelegenheiten, etc), WC Kontrolle

09:35 Uhr Abnahme des Spielorts, Prüfen des Vorhanden seins der Teamlisten-, Rundenplan-, Spielpläne-, Regel- Ausdrucke.

09:40 Uhr Noch einmal kurze Information an die Helfer, damit klar ist, Wer Was Wann macht oder jemanden ablöst. 10:00 Uhr Meldung der Teams,

10:30 Uhr Anmeldeschluss / Warmkubben für Spieler

10:45 Uhr 1. Spielplan (fertigen) / Begrüssung der Spieler (Vorstellen der Mitarbeiter, Hinweis zu den Örtlichkeiten, Information zu den Kubb-Regeln, Erklärung zum Kubb-Spielsystem, Turnierfoto), dann sollte sofort losgelegt werden. Keine Ansagen wie in 10 Minuten geht es los. Alle Teams sollen zu Ihren Feldern gehen und auf das Startsignal warten.

11:00 Uhr Beginn der Spiele (Kubb-Vorrunde) (Turnierleitung kann jetzt Essen etc. letzte Gelegenheit)

12:30 Uhr Ende der Kubb-Vorrunde / Mittagspause (nicht für Turnierleitung) / Auswertung der Kubb-Vorrunde / 2.Spielplan fertigen

13:00 Uhr Mitteilung des weiteren Kubb-Turnierverlauf, Beginn der Kubb-Hauptrunde, WC Kontrolle

- Uhr Hauptarbeitszeit der Veranstalter. Ständige Aktualisierung des Spielplans, Platzierungsrunden durchführen, tatsächliche Spielzeiten der Teams überwachen, Zeitliche Anpassungen vornehmen.

15:20 Uhr Platzierungsendspiele, Platz 5-xx

16:45 Uhr Kubb-Endspiel, Platz 1-4

17:30 Uhr Siegerehrung

18:00 Uhr Abbau - Kontrolle des Platzes, WC Kontrolle

19:30 Uhr Turnierleitung darf endlich etwas Essen gehen.

22:00 Uhr Eintragen des Spielergebnis / der Plätze ins Kubbwiki

22:10 Uhr Kleine News im Kubbwiki über den Turnierverlauf! Danach kümmert sich dann das Kubbwiki um die weitere Bekanntmachung!

Zeitberechnung

Zeitbrechnungen sind hier nur grobe Anhaltspunkte , rechnet eine bis zwei Stunden mehr ein beim ersten Mal.

a) Es beginnt immer 30 Minuten später

b) Zwischen Vorrunde und Hauptrunde gibt es erhöhten Arbeitsaufwand für die Organisatoren.

c) Essens und WC Zeiten zwischen den Spielen für die Spieler einplanen. Bitte auch das weibliche Geschlecht ausreichend einberechnen (3 min sind zu wenig).

Turnierleitung

Es sollte ein zentraler Turniertisch geben. An diesen sollte ein Veranstalter immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Ein zweiter Veranstalter sollte auf dem Platz seine Runden drehen und direkt bei den Teams erscheinen.

Je nach Größe des Turniers kann die zweite Person auch die Ergebnisse aufnehmen. Es sollte immer am Veranstaltertisch ein Plan ausliegen, aus dem die Teams ersehen können gegen wenn sie als nächstes spielen und wie das Turnier weitergeht.

Die Kubbregeln sollten dort zum Nachlesen offen ausliegen.

Den Turnierplan groß ausdrucken und aufhängen (am Besten laminiert)

Computer erleichtern zwar die Arbeit, aber haben zwei kleine Nachteile. In der Regel fällt die Technik unter freien Himmel aus irgend einem Grund aus. Die Bildschirme sind zu klein, damit eine große Anzahl an Spielern erkennen kann, in welcher Runde sie sind und wie es weiter geht. Hier sollte man noch große Pläne aushängen und diese parallel vervollständigen. Spart viele Fragen!

Turniersystem - Durchführung

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Vorrunde

Für die Teams: Die Vorrunde dient dazu, dass die Teams warm werden. Die Teams sollen sich an den Platz, das Wetter und das Turniersystem gewöhnen. Die Aufregung der Spieler soll sich legen, einige müssen auch erst noch aufwachen. Bei einigen Teams gibt das Kubbwikki eine gute Übersicht über die Spielstärke der Kubbteams. Aber wie bei jeder Sportart sollte die Tagesform für das Turnier entscheidend sein. Insoweit ist für den Kubb-Veranstalter die Vorrunde wichtig, um einen realistischen Überblick über die Teams und Spieler zu erhalten.

Es sollte in jeder Phase mit einer Zeitbegrenzung pro Spiel gespielt werden. Läuft die Vorrunde zeitlich aus dem Ruder, kann der Veranstalter dieses im Turnier nicht mehr aufholen. Grundsätzlich sollte während eines Kubbturniers keine Regeländerung durchgeführt werden. Wenn es aber in der Vorrunde schon zu Problemen kommt, hat der Turnierveranstalter auch die Möglichkeit, diese für das weitere Turnier auszubügeln.

Hauptrunde

Die Hauptrunde beschreibt den Weg eines Teams zum Turniersieg. Jedes Team, egal wie gut oder schlecht es in der Vorrunde war, sollte in der Hauptrunde mitspielen können. Geschieht dieses nicht, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass das Team beim nächsten Turnier nicht mehr dabei ist, insbesondere, wenn die Team anreisen müssen.

Die Hauptrunde wird meistens mit einem K.O System gespielt. Nehmen 32 Mannschaften in der 1. Runde teil, kommt die Hälfte (16 Kubbteams) in die 2.Runde. In der 3. Runde sind es nur noch 8 Kubbteams, dann 4 und im Finale verbleiben dann nur noch die besten 2 Kubbteams des Tages.


In der ersten K.O. Runde nach der Vorrunde spielt in der Regel ein Gruppen Sieger gegen den letzten einer anderen Gruppe, der Zweite gegen den Vorletzten etc. Ansonsten wäre es für die Teams egal, welchen Platz sie in der Vorrunde belegen würden und es soll ja schon ein sportlicher Wettbewerb werden.

Wenn ein Team in der Hauptrunde verliert sollte es in die Platzierungsrunde fallen.

Wichtig für den Veranstalter ist, dass die Hauptrunde die gesamte Turnierzeit einnimmt. Sie bestimmt durch das Endspiel, wann das Turnier zu Ende geht. Auch hier wichtig, jedes Spiel sollte mit Zeitlimit gespielt werden. Erfahrungsgemäß wird ab 18 Uhr, die Zahl der zuschauenden Teams sich halbstündig stark reduzieren. Bei Kerzenschein ein Kubbendspiel zu Zweit zuspielen kann zwar sehr romantisch sein, ist aber nicht attraktiv.

Sieht der Veranstalter, dass er seinen Zeitplan voraus ist, kann er beim Halbfinale oder beim Finale die Beschränkung rausnehmen bzw. die Zeit verlängern.

Siegerrunde

Bei einigen Turnieren hat es sich eingebürgert, die Hauptrunde in zwei Blöcke zu unterteilen, insbesondere bei großen Turnieren. Hierzu gibt es im Grunde zwei Systeme:

a) Die ersten ein oder zwei Teams spielen in der Siegerunde um den Turniersieg also Platz 1 bis x. Die restlichen Teams spielen dann in der Hauptrunde um die Plätze (x+1)- Ende Somit hat man zwei Turniere parallel am Laufen.

Wenn man möchte kann man noch am Ende, das Mega-Endspiel um den Turniersieg austragen. Der Sieger der Siegerrunde spielt gegen den Sieger der Hauptrunde.

b) Das Winner-Looser-Break-System bzw. sog. Doppel-K.O.System.

Die Gruppenersten spielen in der Siegerrunde. Verliert dort ein Team spielt es nicht sofort in der Platzierungsrunde, sondern fällt quasi in die Hauptrunde. Es hat dort dann die Möglichkeit, wenn es dort alle weitere Spiele gewinnt am Ende im Finale zu stehen. Verliert es ein Spiel, fällt es in die Platzierungsrunde. Es braucht als 2 K.O. Spiele um ein Siegerrundenteam aus dem Rennen zu werfen.

Das System trägt dazu bei, dass am Ende die stärksten beiden Mannschaften im Finale stehen und nicht schon ein Team vorzeitig ausscheidet. Nachteil ist, es wird kaum ein "Überraschungs-Endspiel" geben.

Die wichtigste Platzierungsrunde

Leider konzentrieren sich viele Kubb-Veranstalter zu sehr auf das Endspiel und vergessen die restlichen Teams. Einige Veranstalter spielen die Plätze nicht aus, weil sie sagen, dass die Platzierung den Teams egal seien. Alle die es nicht unter die letzten 16 Kubbteams geschafft haben sind dann halt auf den 17ten Platz, wer es nicht unter die besten 8 schafft auf dem 9ten Platz. Wenn diese so egal wäre bräuchte man auch kein Finale oder Halbfinale zu spielen, dann sind die letzte 4 Teams halt Turniersieger!

Platzierungsrunden sind aus folgenden Gründen für ein Turnier wichtig.

a) Kubbteams sind es gewöhnt, dass wenn sie zu einem Turnier fahren, damit der gesamte Tag belegt ist. Es ist also unerfreulich, wenn plötzlich um 13 Uhr, dass Turnier schon beendet ist und der Tag neu verplant werden muss. Kubbspieler wollen spielen, ein oder zwei Spiel zugucken, mag noch in Ordnung gehen, aber 4-5 Stunden auf dem Platz zu warten, um das Endspiel zu sehen, kann der Veranstalter nicht erwarten.

b) Es ist also im Sinne des Veranstalters, die Teams noch zu beschäftigen, so dass alle Partien pünktlich zum Endspiel/Halbfinale fertig sind und dort viele Zuschauer dabei sind und Stimmung beim Endspiel zu machen.

c) Das Turnier von heute ist entscheidend, ob die Teams zum nächsten Turnier wiederkommen. Teams die das Pech haben auf sehr gute Mannschaften zu stoßen, haben effektiv vielleicht 30 Minuten bei 4 Spielen gespielt. So etwas reduziert den Lustfaktor bei den verlierenden Spielern auf Null. Erst bei den Platzierungsspielen treffen die Teams auf gleichstarke Mannschaften. Viele Platzierungsspiele laufen über die volle Spielzeit und es ist ein hin und her. Das gibt Spannung und so etwas wollen die Kubbspieler erleben. Es ist wichtig, dass jedes Team auch mal gewinnt.

d) Kubbspieler kommen um Kubb zu spielen und sich auf dem Turnier auch zu messen. Vielleicht nicht so verbissen wie in anderen Sportarten. Es macht für ein Team im hinteren Feld genauso einen Unterschied, ob es sich seinen 45 oder 30 Platz erspielt hat, wie für ein vorderes Team, ob es Platz fünf oder zwei belegt. Hierbei handelt es sich einfach nur um gesunden sportlicher Ehrgeiz, der zu einem Kubbspiel gehört, was regelkonform nur mit dem Sieg einer Partei endet.

e) Auch hier ist der Zukunftsgedanke für den Veranstalter wichtig. Das Team welches Letzer geworden ist will beweisen (im nächsten Jahr), dass es besser ist und wird, genauso wiederkommen, wie der Sieger, der wiederkommt um seinen Titel zu verteidigen. Einige werden ihre Entwicklung betrachten, andere wollen vor ihrem Nachbarn landen etc. Man braucht also keine Angst zu haben, dass man mit Platzierungsspielen Teams verschreckt. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es geht darum sich als Veranstalter einen stabile Basis aufzubauen, damit auch bei schlechten Wetter genügend Teams spielen wollen.

f) Da bei den Platzierungsspielen die Partien länger dauern, kommen auch die Spieler mehr ins Gespräch, ebenso die Zuschauer die es dann bei jedem Spiel gibt, seien es durch Teams die auf den Gegner warten oder Bekannte und Verwandte die doch noch zum Zuschauen kommen oder Spieler abholen wollen. Vielen Leuten dient der Samstagvormittag zum Einkaufen, aber bis zu Abendprogramm gibt es noch Lücken, in den man auch mal bei einem solchen Spektakel vorbeischaut. Zuschauer sind "Lebende Twitter", kommen Sie vorbei und es spielen nur noch 4 Mannschaften und es sind gerade mal 20 Leute noch auf dem Platz, werden sie genau dieses Weitererzählen. "War eine tote Veranstaltung, um 15 Uhr waren dann nur noch 10 Leute. Lohnt sich scheinbar nicht!" Was vorher war haben sie nicht gesehen.

g) Da die Platzierungsspiele oft knapp enden, werden die Spieler auch immer wieder von dem einen oder anderem Spiel später reden und so bis zum nächsten Turnier indirekt Reklame für das Turnier machen.

h) Auch finanziell sind die Platzierungsspiele ein wichtiger Faktor, wenn z.B. Essen und Trinken verkauft wird. Es gibt immer wieder Pausen zwischen den Spielen, die die Kubbspieler im späteren Verlauf des Tages zur Regeneration nutzen. Wer länger da ist gibt auch mehr aus. Auch wenn man keinen Gewinn macht, ein Kubbturnier muss kein "Verlustgeschäft sein"

i) Man darf auch die eigenen Helfer nicht vergessen. Wer am Grillstand steht, will auch was zu tun haben. Für eine Wurst in 20 Minuten sich die Beine im Bauch stehen, ist kein Anreiz beim nächsten Turnier zu helfen. Freiwillige Helfer wollen von anderen Leuten auch beim Helfen gesehen werden. Bezahlte Kräfte sind verschwendet, wenn sie NICHTS zu tun haben. In der Regel wollen aber auch bezahlt Helfer nicht nur für ihr Geld rumsitzen und sich langweilen. Auch diese Personen sind aktive Werbeträger für das Turnier. Es ist ein Unterschied, ob ein Helfer ehrlich sagt "ich habe 8 Stunden beim Turnier geholfen, es war anstrengend, da war bis zum Ende richtigt betrieb" oder " musste da nicht viel tun und hab auf Ende gewartet" Die erste Aussage wird Leute zum nächsten Turnier anlocken die dieses Jahr nicht dabei waren.

j) Die Angst der Veranstalter vor dem Aufwand von Platzierungsrunden ist unbegründet. Platzierungsrunden sind nichts anderes als Vorrunden. Man macht ein paar Blanko Vorrundenpläne mehr! Die Teams kennen das System schon, man nennt den Teams ihre Felder und dort spielen sie alleine und in Ruhe ihre Gruppenspiele ( mit Zeit Beschränkung) aus. Die Teams wissen wie es läuft. Ist die Gruppe fertig schaut man, ob ggf die Teams noch einmal Gruppenspiele machen müssen.

Beispiel: 16 Teams scheiden nach der 1.Hauptrunde aus. Dann kommen diese in 4 Gruppen a 4 Teams. Nach der Phase kommen jeweils die Gruppensieger in eine Gruppe aus 4 Teams, die Gruppen zweiten in eine andere Gruppe aus vier Team, etc. Spielen noch einmal eine Gruppe! Aus der Reihenfolge in den Gruppen ergeben sich die endgültigen Platzierungen im Turnier.

Oft wird gesagt, Nicht alle Teams wollen solange bleiben oder so viel spielen. Die Teams die gehen wollen / müssen die gehen auf alle Fälle, dann hat halt eine oder mehrere Gruppe nur 3 Teams oder 2 Teams oder es gibt nur 3 Gruppen. Die Teams die Unentschieden sind oder noch etwas Zeit hätten, werden bleiben und weitermachen.

Nicht vergessen, damit wird die zeitliche Lücke zu den Endspielen geschlossen, somit werden mehr Spieler beim Endspiel dabei sein und Zuschauen.

k) Lokalpresse nicht vergessen! Wenn sich ein Reporter sich ankündigt oder spontan vorbei schaut, weiss der Veranstalter nie wann es genau sein wird. Gibt es etwas WICHTIGERES wird der Reporter vielleicht noch irgendwann auf dem Platz vorbeischauen. Der veröffentlichte Zeitplan wird ihm bekannt sein. Bilder, Videos von Endspielen und der Siegerehrungen etc. sollten viele Menschen zu sehen sein auch ohne Photoshop verwendet zu haben! Texte wie, "Vor einem Dutzend Zuschauern siegte das Team im spannenden Endspiel" sind nicht sehr werbewirksam, auch wenn das Spiel wirklich spannend war. In der Regionalen Presse macht es sich immer besser, wenn es dort steht, Teams aus X haben im Turnier Platz 18,19, und 26 belegt statt "haben die Hauptrunde leider nicht erreicht".

Es gibt noch mehr Gründe Platzierungsrunden durchzuführen, aber kaum Vernünftige dagegen.

Siegerehrung

Es gibt eine Reihe von Ehrungen die durchgeführt werden können und sollten.

  • 1. bis 4.Platz
  • letzter Platz
  • bester Gruppensieger
  • bestes Team der Region/Ort/Landkreis
  • bestes Jugendteam
  • Sieger der Verliererrunde

Nach dem Turnier gehts es weiter

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  • Am Ende beginnt das große Aufräumen.

Spiele einsammeln. Müll einsammeln. Den Boden säubern oder den Rasen platt-treten und Löcher "verschliessen".

  • Mit den Helfern abrechnen.

Turnierergebnis

Das Endergebnis sollte schnellsten veröffentlicht werden, auf der eigenen Homepage, etc., aber nicht nur die Siegerteams, sondern alle Plätze. Der Eintrag der Platzierungen ins Kubbwiki.de gehört natürlich auch dazu.

  • Sofern Presse vor Ort war, diesen noch eine kurze Mail mit den ersten Plätzen und Preisträger schicken, damit deren Bericht vollständig wird.